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Geschichten aus dem Leben!

19. April 2011

Ich hatte Kai nach der Schule aus den Augen verloren. Umso schöner war es, dass wir uns jetzt einmal in Ruhe unterhalten konnten. Er erzählte mir, dass er bei einem Lebensversicherer namens Prismalife arbeitete. Ich guckte etwas verwirrt. „Ist Prismalife nicht eine Fernsehzeitung?“, fragte ich. Kai musste lachen und erklärte mir, dass die Fernsehzeitung nicht Prismalife, sondern nur Prisma hieß. Auf jeden Fall arbeitete er nun schon einige Jahre bei Prismalife und schien auch einen ganz guten Karriereaufstieg hingelegt zu haben. Das wunderte mich nicht. Kai war auch immer sehr gut in der Schule gewesen und hatte einfach die nötige Portion Ehrgeiz, um es beruflich weit zu bringen. Diese Prismalife Lebensversicherer konnten sich wirklich glücklich schätzen, dass er bei ihnen arbeitete. Ich erzählte ihm auch von meinem beruflichen Werdegang, der zwar nicht ganz so erfolgreich war wie sein Aufstieg bei Prismalife, mir aber dennoch viel Spaß machte. Ich war Journalist bei einer größeren Tageszeitung und mochte meinen Job wirklich gerne. Kai schlug vor, dass ich mal einen Artikel über Prismalife schreiben könnte aber ich lehnte dankend ab. „Ich schreibe eher Satiren“, erklärte ich ihm, „ich glaube nicht, dass deine Vorgesetzten das so gerne lesen würden.“ Darüber mussten wir beide lachen.

Anreise!

15. April 2011

Wir beschlossen, gemeinsam zu dem Klassentreffen zu fahren, um Sprit zu sparen. Mit einer Stunde Fahrzeit musste man nämlich schon rechnen, da das Treffen in unserer Heimatstadt stattfand, in der wir aber beide nicht mehr wohnen. Pünktlich um achtzehn Uhr stiegen wir in mein Auto und machten uns auf den Weg. Wir waren besonders gespannt darauf, wie sich die Mädchen so entwickelt hatten. Bei der Ankunft gab es erst einmal ein großes Hallo mit vielen Küsschen und Umarmungen. Dann stürzten wir uns auf das Buffet und setzten uns an einen der großen Tische. Neben mir saß mein alter Schulfreund Kai.

Einladung!

12. April 2011

Von besagtem Freund, er heißt übrigens Daniel, bekam ich vor ein paar Wochen eine E-Mail. Im Anhang befand sich eine Einladung. Er hatte außer „siehe Anhang“ keinen weiteren Text dazu geschrieben, also öffnete ich neugierig den ominösen Einladungsanhang. Ein quietschbuntes Word-Dokument öffnete sich auf dem Bildschirm. Da musste man ja Angst haben, Augenkrebs zu bekommen. In neongelben Buchstaben stand oben auf der Seite das Wort „Einladung“. Der Text war so verfasst, dass jedes Wort eine andere Farbe hatte. Nachdem meine Augen sich an die grellen Farben gewöhnt hatten, konnte ich mich dem Inhalt widmen. Es handelte sich um eine Einladung zu einem Klassentreffen unserer Abschlussklasse. Das war ja eine super tolle Idee. Das letzte Klassentreffen war nämlich schon rund zehn Jahre her. Es wurde höchste Zeit, sich die ganzen Pappnasen wieder einmal anzusehen. Ich rief gleich meinen Freund Daniel an, um die nötigen Details des Klassentreffens mit ihm zu besprechen.

Lang ist es her!

8. April 2011

Letztens ist mir bewusst geworden, wie lange meine Schulzeit schon zurück liegt. Ganze fünfzehn Jahre ist es her, dass ich mit meinen Freunden zusammen im Klassenzimmer gehockt und irgendwelche komischen Sachen von der Tafel abgeschrieben habe. Ich fand diese Erkenntnis wirklich erschreckend. Wie alt man doch in so kurzer Zeit geworden war. Wobei die Zeit ja gar nicht so kurz war. Aber irgendwie sind fünfzehn Jahre scheinbar im Flug vergangen. Ich erinnere mich trotzdem immer gerne an meine Schulzeit zurück. Das waren wirklich schöne Jahre und mein bester Freund von damals ist auch heute noch mein Freund. Ab und zu treffen wir uns und unterhalten uns über die guten alten Zeiten. Eine unserer Lieblingsgeschichten handelt davon, wie wir unserer ungeliebten Mathematik-Lehrerin eine faule Banane auf den Stuhl gelegt haben, in die sie sich auch sogleich schwungvoll hineingesetzt hatte. Ihr Gesicht sah einfach zum Brüllen aus und wir lachen heute noch darüber.



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